Rudolf von Waldenfels

Rudolf von Waldenfels

Rudolf von Waldenfels (Jg. 1965):
• 1987-90 Schauspielstudium an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst, Frankfurt/Main
• 1990-93 Engagement am Burgtheater, Wien
• 1993-2001 auf Reisen, v.a. in Asien
• 2006 Über die Grenze (Reiseroman, Mitteldeutscher Verlag),
• 2006 – 2011 Reportagen für publik forum, Frankfurter Rundschau, Frankenpost
• 2010 Der schwarze Messias: Barack Obama und die Sehnsucht nach politischer Erlösung (Gütersloher Verlagshaus)
• RvW, Vater zweier Söhne, lebt heute mit seiner Familie in Oberfranken.

Seine Bücher:
2006 Über die Grenze (Roman, Mitteldeutscher Verlag).

Süddeutsche Zeitung: „Der Sog von Über die Grenze entwickelt sich wie die Reise; auf einmal ist der Leser mittendrin, fasziniert von all dem Fremden in den Augen des Erzählers und von der wechselvollen Gefühlslandschaft, die die Fahrt durch Asien in ihm auslöst. Alles bündelt sich im Augenblick, ob der Drogenrausch, die sexuellen Abenteuer oder der letzte Kraftakt mit dem Fahrrad. Es gibt kein Später und kaum Zurückliegendes, nur das Jetzt verharrt, dehnt sich aus und ist in seiner Unmittelbarkeit bestechend.“

Neues Deutschland: „Man ist geneigt, immer wieder zu zitieren, um für dieses Buch zu werben, das in seinem Umfang eher ein novellistischer Reisebericht, in seinen Dimensionen aber ein tiefgründiger Text ist, der aus klarer, bildreicher Sprache lebt. Alles Geschaute (…) scheint nicht in Sprache gebannt, sondern fast gebrannt zu sein. Rudolf von Waldenfels lehrt uns das Staunen im Sinne der alten Philosophen als Urgrund menschlicher Erfahrung und menschlichen Seins überhaupt.“

Norbert Kron, rbb Kulturfernsehen: „Rudolf von Waldenfels hat mit seinem Buch eine neue literarische Reise ins ‚Herz der Finsternis‘ angetreten. Ein expressiver Texttrip ins Nirvana, an dessen Ende er die Sinnfindung dem Leser überlässt. Wie kann der Held zu sich finden? Wie kann er sein wahres Ich spüren? Weil er im normalen Leben keinen Sinn findet, sucht er die Nähe des Todes, die Selbstauflösung im Orgiastischen.“

taz: „Vor allem gibt es kein Ankommen in einem besseren Leben. Dieser Verzicht auf eine geschlossene Geschichte mit spirituellem Überbau ist einer der großen Vorzüge dieses Reiseromans. Es hätte nahe gelegen, die Reise des Europäers als den Weg eines Seelensuchers zu formulieren – doch von Waldenfels vertraut lieber der Ambivalenz seiner Hauptfigur: Sie ist hin und her gerissen zwischen der leeren Wüste und den vollen Tavernen, zwischen Rausch und Enthaltsamkeit.“

BZ: Faszinierendes Debüt.
2010 Der schwarze Messias: Barack Obama und die Sehnsucht nach politischer Erlösung (Sachbuch. Gütersloher Verlagshaus)

Deutschlandfunk: … von Waldenfels zeichnet ein lesenswertes, detailreiches Stimmungsbild der USA, für das er viel gereist ist. Vor diesem Hintergrund wird klar, warum es so überzeugend gelungen ist, Obama als Erlösergestalt zu inszenieren, aus ihm wirklich so etwas wie einen Messias zu machen.

Daneben hat der Autor zwischen 2006 – 2011 zahlreiche Reportagen für publik forum, Frankfurter Rundschau, Frankenpost geschrieben, unter anderem über:

• Thom Robb (in den Wäldern von Arkansas lebender Führer des Ku Klux Klans)
• Jens Söring (verurteilter Doppelmörder dt. Herkunft, der in den USA einsitzt)
• Fuad Alfine (durchbrach, seine Verlobte und deren Kinder im Kofferraum verbergend, in den 70er Jahren mit seinem Mercedes den Checkpoint Charly)
• Karl Theodor zu Guttenberg (über die Fallstricke adeliger Erziehung)

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