Die Kindheit von Maria Sanchez war geprägt von Gewalterfahrungen und traumatischen Erlebnissen. Als junge Frau litt sie an Depression und Essstörung. Sie versuchte, mit Erkenntnissen der Psychologie Auswege aus ihren inneren Nöten zu finden. Nun ist sie Therapeutin, schreibt Bücher, hält Vorträge und Seminare, in denen sie dazu aufruft, den Krieg, den manche Menschen gegen sich selbst führen, zu beenden.

Maria Sanchez ist es wichtig, an den Gefühlen als Ursache seelischer Nöte zu arbeiten, ohne gleich Regeln und Vorschriften zu machen. Normen und Meinungen sollten nicht die Gefühle überlagern und Nähe verhindern. Sie plädiert für Authentizität und Offenheit, um die Menschen zu Experten ihres Selbst und ihres Inneren zu machen. Starke Gefühle sollten nicht als Schwäche empfunden werden.

Das ist nicht so leicht, wie man meinen möchte, in einer Gesellschaft, in der fast jeder meint, jeden begutachten zu müssen, Urteile zu fällen, Meinungen zu äußern und unentwegt andere Menschen auf ihre Fehler aufmerksam zu machen. Bei Klassik à la carte plädiert Maria Sanchez dafür, die Verantwortung für die eigenen Gefühle nicht abzugeben und sich Regeln und Zwängen entgegen zu stellen.

Am Freitag, den 12. Juli 2019, ist Maria Sanchez Studiogast in der Sendung Klassik à la carte im NDR. Das Gespräch von 13:00 bis 14:00 Uhr führt Philipp Schmid.

Infos zur Sendung: https://www.ndr.de/ndrkultur/epg/Maria-Sanchez-plaediert-fuer-mehr-Gefuehl,sendung928978.html

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