Helmut Zierl

Helmut Zierl

© Verena Ecke

Helmut Zierl wurde am 6. Oktober 1954 in Meldorf, im Kreis Süder-Dithmarschen an der Nordsee, geboren. Sein Vater war Polizeibeamter, seine Mutter arbeitete als Hebamme. Mitte der 60er Jahre zog die Familie berufsbedingt nach Lütjensee, ein kleines Dorf nordöstlich von Hamburg. Er besuchte die Schulen der Umgebung und wurde im Oktober 1972 am Hamburgischen Schauspielstudio Hildburg Frese angenommen. Während des Studiums bekam Helmut Zierl erste Rollen beim Fernsehen und an den Hamburger Kinder-und Jugendtheatern. Er absolvierte die Schauspielschule im Sommer 1975 und wurde an die Landesbühne Hannover engagiert. 1978 kam der erste große Karrieresprung, und er spielte vier Jahre lang unter der Intendanz von Boy Gobert am Thalia-Theater in Hamburg. 1982 beschloss er endgültig, freiberuflich zu arbeiten.

In den folgenden Jahrzehnten spielte Helmut Zierl in über dreihundert Fernsehproduktionen. Zum Repertoire gehörten Literaturverfilmungen, genauso wie Kriminal-und Unterhaltungsfilme.  Er hatte ca. 70 Hauptrollen in Fernsehspielen, in den 80er und 90er Jahren sieben eigene Serien wie „Flug in die Hölle“, „Florida Lady“, „Tisch und Bett“, „Nesthocker“, „Zoff und Zärtlichkeit“, „Max Wolkenstein“, „Ein Mann steht seine Frau“. Er synchronisierte amerikanische Kinofilme oder Serien wie „Fame“ und „Man from Atlantis“. Er machte diverse Hörspiele fürs Radio und Hörbücher von Nick Hornby, Kester Schlenz und Peter Prange. Während dieser Zeit spielte er immer wieder Theater in Hamburg, Berlin, München, Essen, Stuttgart und auf Tournee. Für die Rolle des Willi Loman in „Tod eines Handlungsreisenden“ von Arhur Miller wurden ihm 2019 drei Theaterpreise verliehen.

Helmut Zierl war 14 Jahre lang mit der Schauspielerin Christine Zierl verheiratet und hat mit ihr drei Söhne. Seit 1988 lebt er wieder in Lütjensee, dem Ort seiner Kindheit.

 

error: Content is protected !!